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Trauermusik: Die schönsten Lieder für die Trauerfeier

Zarte Blumen als Begleitung zur Trauermusik

Musik berührt uns dort, wo Worte nicht mehr hinreichen. Bei einer Trauerfeier schafft die richtige Trauermusik einen Rahmen für Erinnerung, Abschied und Trost. Doch welche Lieder sind passend? Muss es klassische Musik sein, oder darf es auch ein moderner Song sein? In diesem Ratgeber stellen wir die beliebtesten Trauerlieder vor und geben Tipps für die musikalische Gestaltung der Trauerfeier.

Das Wichtigste in Kürze

  • Klassiker: Barbers „Adagio for Strings“, Bachs „Air“ und Mozarts „Lacrimosa“ gehören zu den beliebtesten
  • Modern & deutsch: Grönemeyers „Der Weg“, Unheiligs „Geboren um zu leben“, Reinhard Meys „Gute Nacht, Freunde“
  • Anzahl: 2–3 Musikstücke während der Trauerfeier sind üblich
  • Live-Musik: Musiker für die Trauerfeier kosten ca. 150–400 Euro
  • Persönlich: Die Lieblingsmusik des Verstorbenen berührt oft am meisten

Klassische Trauermusik

Klassische Musik hat eine lange Tradition bei Trauerfeiern. Die folgenden Stücke gehören zu den am häufigsten gespielten:

Samuel Barber — Adagio for Strings: Dieses Stück gilt als eines der traurigsten Musikwerke aller Zeiten. Es wurde bei zahlreichen Staatsbegräbnissen gespielt und berührt durch seine getragene, aufsteigende Melodie.

Johann Sebastian Bach — Air (Suite Nr. 3): Die „Air“ ist ein zeitloses Stück voller Würde und Ruhe. Es eignet sich hervorragend als Eingangsmusik oder während der Kranzniederlegung.

Wolfgang Amadeus Mozart — Lacrimosa (Requiem): Mozarts „Lacrimosa“ ist ergreifend und feierlich zugleich. Es passt besonders gut zu kirchlichen Trauerfeiern.

Ludwig van Beethoven — Mondscheinsonate (1. Satz): Die ruhige, nachdenkliche Melodie der Mondscheinsonate schafft einen intimen Rahmen für den Abschied.

Georg Friedrich Händel — Largo (aus Xerxes): Ein getragenes, würdevolles Stück, das bei Trauerfeiern in Deutschland sehr beliebt ist.

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Moderne Trauerlieder

Immer mehr Menschen wählen für die Trauerfeier moderne Lieder, die eine persönliche Verbindung zum Verstorbenen haben. Die beliebtesten modernen Trauerlieder sind:

Eric Clapton — Tears in Heaven: Clapton schrieb dieses Lied nach dem Tod seines vierjährigen Sohnes. Es ist eines der meistgespielten Trauerlieder weltweit.

Andrea Bocelli — Time to Say Goodbye: Ein kraftvolles Abschieds-Stück, das Trauer und Hoffnung miteinander verbindet.

Sarah McLachlan — Angel: Ein sanftes, tröstendes Lied über den Übergang in eine friedliche Welt.

R.E.M. — Everybody Hurts: Die Botschaft „Jeder leidet, aber halte durch“ kann Trauernden Kraft geben.

Unheilig — Geboren um zu leben: Besonders in Deutschland ein beliebtes Trauerlied, das das Leben feiert.

Reinhard Mey — Gute Nacht, Freunde: Ein klassisches deutsches Abschiedslied, das viele Menschen zutiefst berührt.

Herbert Grönemeyer — Der Weg: Grönemeyer schrieb dieses Lied nach dem Tod seiner Frau. Es ist eines der bewegendsten deutschen Trauerlieder.

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Religiöse Trauerlieder und Kirchenlieder

Für kirchliche Trauerfeiern gibt es eine reiche Tradition an Kirchenliedern und Hymnen:

Amazing Grace: Der wohl bekannteste Kirchenhymnus der Welt, der Gottes Gnade und Erlösung besingt.

Ave Maria (Schubert oder Bach/Gounod): Ein bewegendes Gebet, das sowohl in katholischen als auch in evangelischen Trauerfeiern häufig erklingt.

„So nimm denn meine Hände“ (EG 376): Eines der beliebtesten deutschen Kirchenlieder bei Beerdigungen.

„Von guten Mächten wunderbar geborgen“ (Dietrich Bonhoeffer): Ein Lied voller Zuversicht und Vertrauen, das Trauernden Halt gibt.

„Der Mond ist aufgegangen“ (Matthias Claudius): Ein traditionelles Abendlied, das häufig bei Beerdigungen gesungen wird.

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Wann wird die Musik gespielt?

Bei einer typischen Trauerfeier gibt es mehrere Momente für Musik. Zum Einzug, wenn die Trauergemeinde die Kapelle oder Kirche betritt, wird oft ein ruhiges, getragenes Stück gespielt. Während der Trauerfeier werden in der Regel zwei bis drei Musikstücke eingespielt — zwischen der Trauerrede, dem Gebet oder der Kranzniederlegung. Zum Auszug wird häufig ein etwas hoffnungsvolleres Stück gewählt, das einen versöhnlichen Abschluss bildet. Am Grab kann nochmals ein kurzes Stück erklingen.

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Live-Musik oder Tonträger?

Beide Varianten haben ihre Berechtigung. Live-Musik — ob Orgel, Klavier, Violine, Querflöte oder Gesang — verleiht der Trauerfeier eine besondere, persönliche Atmosphäre. Ein Musiker oder Sänger für die Trauerfeier kostet in der Regel zwischen 150 und 400 Euro.

Musik vom Tonträger (CD, USB-Stick oder Streaming) ist flexibler und günstiger. Die meisten Trauerhallen verfügen über eine Musikanlage. Sprechen Sie mit dem Bestatter, welche technischen Möglichkeiten vor Ort bestehen. Eine Kombination aus beidem ist ebenfalls möglich und häufig: Orgelspiel live, persönliche Lieblingslieder vom Tonträger.

Tipp: Kombination aus Live und Tonträger

Eine beliebte Lösung ist die Kombination: Orgelspiel live für den feierlichen Rahmen und persönliche Lieblingslieder des Verstorbenen vom Tonträger. Sprechen Sie vorab mit dem Bestatter, welche technischen Möglichkeiten in der Trauerhalle bestehen.

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Tipps für die Auswahl der Trauermusik

Wählen Sie Musik, die zum Verstorbenen passt. Was hat er oder sie gerne gehört? Gab es ein Lieblingslied, einen Lieblingskünstler? Persönliche Musik berührt die Trauergemeinde oft mehr als traditionelle Stücke. Bedenken Sie die Stimmung: Nicht jedes traurige Lied eignet sich für eine Trauerfeier. Wählen Sie Stücke, die Trost spenden, nicht nur Schmerz verstärken. Auch „ungewöhnliche“ Musik ist erlaubt — wenn der Verstorbene Jazz, Rock oder Volksmusik geliebt hat, darf das auch bei der Trauerfeier erklingen.

Weitere Anregungen für eine würdevolle Abschiedsfeier finden Sie in unseren Ratgebern zum Ablauf der Trauerfeier und zum Thema kurze Trauersprüche.

Quellen & Referenzen

  1. GEMA – Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte — Informationen zu Musikrechten bei Trauerfeiern
  2. Bundesverband Deutscher Bestatter e.V. — Empfehlungen zur musikalischen Gestaltung von Trauerfeiern
  3. Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) — Leitfaden zu Kirchenmusik und geistlichen Liedern bei Trauergottesdiensten

Stand: März 2026. Wir aktualisieren unsere Inhalte regelmäßig. Mehr zu unseren Standards

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Häufige Fragen

Welche Lieder werden am häufigsten bei Trauerfeiern gespielt?

Zu den beliebtesten klassischen Stücken gehören Barbers „Adagio for Strings“, Bachs „Air“ und Mozarts „Lacrimosa“. Bei modernen Liedern sind Eric Claptons „Tears in Heaven“, Herbert Grönemeyers „Der Weg“ und Unheiligs „Geboren um zu leben“ besonders beliebt.

Wie viele Musikstücke sind bei einer Trauerfeier üblich?

In der Regel werden 2–3 Musikstücke während der Trauerfeier gespielt – zum Einzug, während der Feier (zwischen Trauerrede und Kranzniederlegung) und zum Auszug.

Was kostet ein Musiker für die Trauerfeier?

Live-Musik für eine Trauerfeier – ob Orgel, Klavier, Violine oder Gesang – kostet in der Regel zwischen 150 und 400 Euro.

Darf man auch moderne oder ungewöhnliche Musik bei einer Beerdigung spielen?

Ja, auch ungewöhnliche Musik ist erlaubt. Wenn der Verstorbene Jazz, Rock oder Volksmusik geliebt hat, darf das auch bei der Trauerfeier erklingen. Die Lieblingsmusik des Verstorbenen berührt die Trauergemeinde oft am meisten.