Redaktion Die Letzte Ehre Aktualisiert: März 2026 · 6 Min. Lesezeit · Zuletzt aktualisiert: 17. März 2026
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Erbrecht-Beratung: Wann brauchen Sie einen Anwalt?

Rechtliche Beratung zum Erbrecht

Nach einem Todesfall stehen Hinterbliebene oft vor komplexen Erbfragen. Wer erbt was? Muss ich Erbschaftsteuer zahlen? Kann ich das Erbe ausschlagen? Ein Fachanwalt für Erbrecht kann helfen.

Das Wichtigste in Kürze

Erstberatungmax. 190 €
Pflichtteil50 % des Erbteils
Verjährung3 Jahre
Anwalt empfohlenbei Erbstreit

Wann ist eine Erbrecht-Beratung sinnvoll?

6 Wochen beträgt die Frist zur Erbausschlagung — danach gilt das Erbe als angenommen, inklusive möglicher Schulden

Eine rechtliche Beratung empfiehlt sich besonders in diesen Situationen: bei Streit unter Erben (Erbengemeinschaft), wenn das Testament unklar oder angefochten wird, bei hohem Nachlasswert oder Immobilienbesitz, wenn Sie ein Erbe ausschlagen möchten (Frist: 6 Wochen!), bei Schulden im Nachlass oder bei Fragen zur Erbschaftsteuer.

Achtung: Frist zur Erbausschlagung

Die Frist zur Erbausschlagung beträgt nur 6 Wochen ab Kenntnis des Erbfalls. Danach gilt das Erbe automatisch als angenommen — inklusive möglicher Schulden. Handeln Sie daher zügig und holen Sie sich frühzeitig rechtliche Beratung.

Was kostet ein Anwalt für Erbrecht?

Die Kosten richten sich nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) und hängen vom Gegenstandswert ab. Eine Erstberatung darf maximal 190 € zzgl. MwSt. kosten. Viele Anwälte bieten mittlerweile eine kostenlose Ersteinschätzung an, um den Fall zu bewerten.

Tipp: Rechtsschutzversicherung prüfen

Einige Rechtsschutzversicherungen decken auch Erbrecht-Streitigkeiten ab. Prüfen Sie vor der Beauftragung eines Anwalts, ob Ihre Police einen Erbrechtsschutz enthält — so können Sie Kosten sparen.

Kostenlose Erstberatung online

Über spezialisierte Plattformen können Sie schnell und unkompliziert einen Fachanwalt für Erbrecht finden — oft mit kostenloser Ersteinschätzung:

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Die gesetzliche Erbfolge kurz erklärt

Ohne Testament greift die gesetzliche Erbfolge. Erben erster Ordnung sind die Kinder und deren Nachkommen. Erben zweiter Ordnung sind die Eltern und deren Nachkommen (Geschwister). Der Ehepartner erbt neben Erben erster Ordnung ein Viertel, bei Zugewinngemeinschaft die Hälfte des Nachlasses.

Erbschein: Wann ist er nötig?

Ein Erbschein ist der amtliche Nachweis der Erbberechtigung. Sie brauchen ihn für die Umschreibung von Immobilien, den Zugriff auf Bankkonten und zum Nachweis gegenüber Versicherungen. Der Antrag wird beim Nachlassgericht gestellt; die Kosten richten sich nach dem Nachlasswert.

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Häufige Fragen

Wann brauche ich einen Anwalt für Erbrecht?

Eine Erbrecht-Beratung ist besonders sinnvoll bei Streit unter Erben, unklaren oder angefochtenen Testamenten, hohem Nachlasswert oder Immobilienbesitz, Schulden im Nachlass sowie bei Fragen zur Erbschaftsteuer.

Was kostet ein Anwalt für Erbrecht?

Die Kosten richten sich nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) und hängen vom Gegenstandswert ab. Eine Erstberatung darf maximal 190 Euro zzgl. MwSt. kosten. Viele Anwälte bieten auch eine kostenlose Ersteinschätzung an.

Wie lange ist die Frist zur Erbausschlagung?

Die Frist zur Erbausschlagung beträgt nur 6 Wochen ab Kenntnis des Erbfalls. Danach gilt das Erbe als angenommen — inklusive möglicher Schulden. Bei Auslandsbezug verlängert sich die Frist auf 6 Monate.

Was ist der Pflichtteil im Erbrecht?

Der Pflichtteil beträgt 50% des gesetzlichen Erbteils und steht Kindern, Ehepartnern und unter bestimmten Umständen den Eltern des Verstorbenen zu. Der Anspruch verjährt nach 3 Jahren.

Wann brauche ich einen Erbschein?

Ein Erbschein ist der amtliche Nachweis der Erbberechtigung. Sie brauchen ihn für die Umschreibung von Immobilien, den Zugriff auf Bankkonten und als Nachweis gegenüber Versicherungen. Der Antrag wird beim Nachlassgericht gestellt.