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Bestatter vergleichen: So finden Sie den richtigen Bestatter

In den ersten Stunden nach einem Todesfall muss ein Bestatter beauftragt werden — oft unter Zeitdruck und in einer emotional extrem belastenden Situation. Genau deshalb ist es wichtig, sich nicht blind für den erstbesten Bestatter zu entscheiden, sondern Bestatter zu vergleichen. Die Preisunterschiede für vergleichbare Leistungen können 50 Prozent und mehr betragen. In diesem Ratgeber zeigen wir, worauf Sie achten müssen.

Warum Bestatter vergleichen so wichtig ist

Die Bestattungsbranche ist in Deutschland wenig reguliert — grundsätzlich kann jeder ein Bestattungsunternehmen eröffnen. Zwar gibt es seit 2003 den anerkannten IHK-Ausbildungsberuf „Bestattungsfachkraft“ (3 Jahre), jedoch ist diese Ausbildung in den meisten Bundesländern nicht gesetzlich vorgeschrieben. Es gibt keine einheitlichen Preislisten. Das führt zu enormen Preisunterschieden bei vergleichbarer Qualität. Die Verbraucherzentrale hat in Stichproben festgestellt, dass die gleiche Bestattungsleistung je nach Anbieter zwischen 3.000 und 12.000 Euro kosten kann. Ein Vergleich lohnt sich also nicht nur, er ist dringend empfohlen.

Wichtig zu wissen: Sie haben nach einem Todesfall in der Regel 24 bis 36 Stunden Zeit, bevor der Verstorbene abgeholt werden muss. Das ist genug Zeit, um mindestens zwei bis drei Angebote einzuholen. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen.

Tipp: Mit dem Angebotsüberblick von mymoria sehen Sie alle Kosten auf einen Blick — transparent und ohne Verpflichtung.*

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Checkliste: Darauf sollten Sie beim Bestatter achten

Transparente Preisgestaltung: Ein seriöser Bestatter erstellt Ihnen einen detaillierten, schriftlichen Kostenvoranschlag — aufgeschlüsselt nach allen Einzelposten. Wenn ein Bestatter nur einen Pauschalpreis nennt und keine Aufschlüsselung liefern will, ist das ein Warnsignal.

Persönliches Beratungsgespräch: Gute Bestatter nehmen sich Zeit für Sie. Sie erklären die verschiedenen Möglichkeiten, berücksichtigen Ihre Wünsche und drängen Ihnen nichts auf. Ein Gespräch, das unter 30 Minuten dauert, ist oft zu kurz.

Mitgliedschaft in Fachverbänden: Achten Sie auf Mitgliedschaften im Bundesverband Deutscher Bestatter (BDB) oder im Bestatterverband Ihres Bundeslandes. Mitgliedsbetriebe müssen bestimmte Qualitätsstandards erfüllen. Das RAL-Gütezeichen „Bestattungsdienstleistungen“ ist ein zusätzliches Qualitätsmerkmal.

Eigene Räumlichkeiten: Ein Bestatter mit eigenen Abschiedsräumen und Kühlung bietet in der Regel einen höheren Standard als ein reiner Vermittler ohne eigene Infrastruktur.

Erreichbarkeit: Im Trauerfall muss ein Bestatter rund um die Uhr erreichbar sein — auch nachts und an Wochenenden. Prüfen Sie, ob eine 24-Stunden-Hotline angegeben ist.

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Was kostet ein Bestatter? Typische Preisstruktur

Die Kosten eines Bestatters setzen sich aus verschiedenen Posten zusammen. Die reinen Bestatterleistungen umfassen Überführung des Verstorbenen (150 bis 500 Euro), hygienische Versorgung und Einkleidung (100 bis 300 Euro), Aufbahrung (100 bis 400 Euro), Sarg oder Urne (300 bis 5.000 Euro), Organisation der Trauerfeier (200 bis 800 Euro) sowie Behördengänge und Formalitäten (150 bis 400 Euro).

Hinzu kommen Fremdleistungen, die der Bestatter weiterberechnet: Friedhofsgebühren, Krematoriumsgebühren, Blumenschmuck, Trauerredner, Anzeigen und Musikerin. Einen detaillierten Bestattungskosten-Vergleich nach Bestattungsart finden Sie in unserem separaten Artikel.

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Online-Bestatter vs. lokaler Bestatter

In den letzten Jahren sind Online-Bestattungsplattformen wie mymoria oder Bestattungen.de entstanden, die Bestattungen digital planen und organisieren. Der Vorteil: transparente Festpreise, Online-Planung und oft günstigere Preise als beim lokalen Bestatter. Der Nachteil: weniger persönlicher Kontakt, die Durchführung erfolgt durch lokale Partnerbetriebe, die Sie nicht selbst auswählen.

Ein lokaler Bestatter bietet dagegen persönliche Betreuung, einen festen Ansprechpartner und oft eine tiefe Verwurzelung in der Region. Er kennt die Friedhöfe, Kirchen und Trauerredner vor Ort. Für Familien, die Wert auf persönliche Begleitung legen, ist der lokale Bestatter oft die bessere Wahl — vorausgesetzt, der Preis stimmt.

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So holen Sie Angebote ein: Schritt für Schritt

Rufen Sie mindestens zwei bis drei Bestatter in Ihrer Region an. Beschreiben Sie kurz die Situation und Ihre grundsätzlichen Wünsche (Bestattungsart, ungefähre Größe der Trauerfeier). Bitten Sie um einen schriftlichen Kostenvoranschlag mit Aufschlüsselung aller Posten. Vergleichen Sie die Angebote Punkt für Punkt — nicht nur die Gesamtsumme. Achten Sie darauf, ob alle Leistungen enthalten sind oder ob zusätzliche Kosten versteckt sind.

Sie können auch unsere Übersicht geprüfter Bestatter nach Bundesland nutzen, um Bestatter in Ihrer Nähe zu finden. Auf unseren Bundesland-Seiten finden Sie Informationen zu regionalen Besonderheiten und Preisunterschieden.

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Warnsignale: Wann Sie skeptisch sein sollten

Es gibt einige Warnsignale, die auf einen unseriösen Bestatter hindeuten. Wenn ein Bestatter keinen schriftlichen Kostenvoranschlag erstellen will, Sie zu schnellen Entscheidungen drängt, unaufgefordert am Sterbeort erscheint (sogenannte „Leichenjagd“), teure Zusatzleistungen aufschwätzt oder keine klare Preisaufschlüsselung liefert, sollten Sie sich einen anderen Anbieter suchen.

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Vorsorge: Bestatter rechtzeitig auswählen

Am besten vergleichen Sie Bestatter, bevor ein Trauerfall eintritt. Im Rahmen einer Bestattungsvorsorge können Sie in Ruhe verschiedene Bestatter kennenlernen und den passenden auswählen. Mit einem Bestattungsvorsorgevertrag halten Sie alle Wünsche und Kosten verbindlich fest. Ergänzend sichert eine Sterbegeldversicherung die Bestattungskosten finanziell ab.

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Häufige Fragen

Wie viel kann man sparen, wenn man Bestatter vergleicht?

Die Preisunterschiede betragen bis zu 50 Prozent und mehr. Die gleiche Bestattungsleistung kann je nach Anbieter zwischen 3.000 und 12.000 Euro kosten. Ein Vergleich von mindestens 2–3 Angeboten ist dringend empfohlen.

Wie erkennt man einen seriösen Bestatter?

Achten Sie auf einen detaillierten schriftlichen Kostenvoranschlag, Mitgliedschaft im Bundesverband Deutscher Bestatter (BDB), das RAL-Gütezeichen, eigene Räumlichkeiten und 24-Stunden-Erreichbarkeit. Ein seriöser Bestatter gibt Ihnen Zeit und drängt nicht.

Wie viel Zeit hat man nach einem Todesfall, um einen Bestatter zu wählen?

In der Regel haben Sie 24 bis 36 Stunden, bevor der Verstorbene abgeholt werden muss. Das ist ausreichend Zeit, um mindestens 2–3 Angebote einzuholen.

Was ist besser: Online-Bestatter oder lokaler Bestatter?

Online-Bestatter bieten transparente Festpreise und oft günstigere Preise. Lokale Bestatter bieten persönliche Betreuung und kennen die Gegebenheiten vor Ort. Für Familien, die persönliche Begleitung schätzen, ist der lokale Bestatter oft die bessere Wahl.